Gedanken auf dem Weg

Wir fahren wieder und ich habe Zeit den Gedanken in mir zu lauschen, während die Landschaften an uns vorüber ziehen.

Wir sind auf dem Weg, auf dem Weg in ein neues Leben, doch meine Gedanken sind in der Vergangenheit. Sie laufen meinen ganz persönlichen Weg, den Weg der mich hier her gebracht hat. All die Erlebnisse und Erfahrungen, die zu tiefer Erkenntnis geführt haben, spielen sich in meinem Kopf nochmal ab. Dinge die ich auf diese Weise erkenne und verinnerliche sind dann plötzlich so klar, dass ich oft das Gefühl habe darüber nicht mehr sprechen zu müssen. Heute tue ich es trotzdem.

Der Anfang meines Weges ist natürlich meine Geburt, aber das würde wohl zu weit führen. Nehmen wir lieber den Punkt, an dem sich alles angefangen hat zu ändern für mich. Das liegt nun immerhin schon gut 15 Jahre zurück. Dieses Erlebnis ist noch heute die klarste und kraftvollste Erfahrung und Ursprung meines Seins. Ich durfte für eine kurze Weile an einem sehr besonderen Ort sein und erfahren was Liebe wirklich ist. Sie war um mich und in mir, sie war überall und alles war erfüllt durch sie. Auch ich, das erste mal in meinem Leben empfand ich Frieden – Frieden mit mir selbst und mit allem was um mich war. Seitdem glaube ich daran, dass dieser Frieden unsere Aufgabe ist, Aufgabe jedes einzelnen und Aufgabe der gesamten Menschheit. Es ist unsere Aufgabe zu lieben (was auch immer oder wen auch immer) und die Liebe in die Welt zu tragen! Schwere Aufgabe, aber mit den Jahren geht es immer besser…

Unzählige Versuche später dieser Aufgabe gerecht zu werden, entdeckte ich etwas sehr verblüffendes und vor allem sehr entscheidendes – mich selbst. Damals hörte ich meinen Gedanken zum ersten mal zu und plötzlich drängte sich mir eine Frage auf: Wer bin ich denn jetzt? Der, der denkt? Oder der, der zuhört? Mir wurde warm ums Herz und mir war ganz klar, ich kann nur der sein, der zuhört und wenn ich zuhören kann, dann ist dieses Ich auch in der Lage diese Gedanken zu lenken. Ich bin in der Lage über meine Gedanken zu entscheiden, Ich bestimme in welche Richtung sie gehen – unbewusst, wie bis dahin oder bewusst, wie ich es seitdem versuche. Ich kann in jeder Situation oder über jede Sache positive und/oder negative Gedanken haben. Ich kann entscheiden ob ich eine Sache leicht nehme oder mich hineinsteigere. Es ist immer eine Entscheidung. Und erst nach dieser Entscheidung, nach dem die Gedanken in eine Richtung gehen, fängt Gefühl an. Es ist ein Irrglaube, dass wir unseren Gefühlen in irgendeiner Weise ausgeliefert sind. Erst wenn wir denken, dass wir traurig sind, fühlen wir uns traurig. Unsere Gefühle entspringen unseren Gedanken. Nicht andersrum! Und das bedeutet nicht, dass man nie wieder traurig sein muss oder andere „negative “ Gefühle grundsätzlich ausschalten kann. Im Gegenteil, Gefühle aller Art sind wichtig, sie wirklich zu erfahren, zu spüren und im besten Fall auch zu verstehen. Aber sie sind eben nur ein Teil von uns und nicht das Ganze!

Mir wurde nun immer klarer, wie machtvoll unsere Gedanken sind. Ja!, sie lenken unser ganzes Leben. Wenn wir ständig negative Gedanken haben, dann wird sich dieses Negative auch in unserem Lebensweg manifestieren. Und umgekehrt das Positive, wenn unsere Gedanken sich auf das Gute konzentrieren. Was man nun braucht ist Wille! Und dieser Wille muss ehrlich sein, er muss von innen kommen. Dann ist er in der Lage Berge zu versetzen und neue Wege zu öffnen.

Ich will ein gutes, gesundes, sinnvolles, bewusstes und erfülltes Leben. Und das ist wohl bei allen Menschen so, nur was es im Detail heißt ist für jeden anders…

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